Getriebesimulation
Mit modernsten Simulationsmethoden analysieren und optimieren wir das Verhalten komplexer Getriebesysteme bereits in der frühen Entwicklungsphase.
Durch präzise digitale Modelle erkennen wir Potenziale, minimieren Risiken und erhöhen die Effizienz sowie Lebensdauer Ihrer Antriebslösungen
Strukturmechanik
In der heutigen Entwicklungslandschaft ist der Einsatz von FE-Software im Engineering-Bereich unverzichtbar. Die steigenden Anforderungen an Bauraum und Belastbarkeit erfordern eine maximale Ausschöpfung des Potenzials jeder Getriebekomponente. Um die Geometrie gezielt optimieren zu können, müssen zunächst die Schwachstellen identifiziert werden. Hochbelastete Bereiche werden mithilfe von Simulationen erkannt und durch Parameterstudien systematisch verbessert. Bei der sensorgerechten Auslegung hingegen ist es notwendig, bestimmte Teilbereiche gezielt zu schwächen, um definierte Messgrößen zuverlässig erfassen zu können. Die gewonnenen Spannungsdaten dienen darüber hinaus als Grundlage für Festigkeitsnachweise gemäß FKMRichtlinie. So lassen sich die Lebensdauer des Getriebes abschätzen und Kundenanforderungen rechnerisch belegen – ein entscheidender Schritt für Qualitätssicherung und Produktverantwortung.
Neben den Getriebekomponenten spielen auch die eingesetzten Maschinenelemente eine entscheidende Rolle für die Gesamtperformance. Aufgrund unsymmetrischer Lastverteilungen und komplexer Geometrien reicht eine rein analytische Betrachtung von Stift- und Schraubenverbindungen häufig nicht aus. Die Finite-Elemente-Methode ermöglicht es, reale Steifigkeiten sowie Kraft- und Momentenreaktionen präzise zu erfassen. Auf dieser Basis können beispielsweise belastbare, FE-gestützte Schraubennachweise nach VDI 2230 erstellt werden – ein wichtiger Beitrag zur sicheren und normgerechten Auslegung mechanischer Verbindungen.
Fluidsimulation
Bei Getriebekomponenten ist die zuverlässige Schmierstoffverteilung entscheidend, um die Funktionalität und Lebensdauer von Lagern, Verzahnungsteile und Dichtelementen sicherzustellen. Eine gezielte Fluidsimulation hilft zu überprüfen, ob alle relevanten Bauteile ausreichend mit Schmierstoff versorgt werden. Neben klassischen Reibungsverlusten treten in einem Getriebe im Bereiche der Verzahnung auch Plansch- und Quetschverluste auf. Diese tragen maßgeblich zur Gesamtverlustleistung des Systems bei und müssen daher bei der Auslegung berücksichtigt werden.
Interdisziplinäre Arbeitsweise
Das volle Potenzial fortschrittlicher Getriebeauslegung entfaltet sich durch die gezielte Kombination von FE-Software und professionellen Tools zur Verzahnungsauslegung. Diese interdisziplinäre Herangehensweise ermöglicht eine belastungsgerechte Optimierung des Getriebes – abgestimmt auf spezifische Einsatzbedingungen. Ein Beispiel hierfür ist die exakte Erfassung der Planetenbolzen-Verkippung in der Simulation, woraus sich gezielt Verzahnungsmodifikationen zum Beispiel für Planetengetriebe ableiten lassen. Das Ergebnis: eine signifikante Verbesserung der Zahnfuß- und Flankensicherheiten. So wird nicht nur die Leistungsfähigkeit gesteigert, sondern auch die Betriebssicherheit nachhaltig erhöht.
Simulation & Praxis
FE-Simulationen sind auch ein wertvolles Werkzeug zur fundierten Interpretation von Versuchsergebnissen. Sie ermöglichen eine präzise Abbildung von Werkstoffverhalten unter realen Belastungsbedingungen – insbesondere im Hinblick auf Dauer- und Zeitfestigkeit. In unserem firmeneigenen Prüflabor führen wir umfassende Tests durch, deren Ergebnisse durch FE-Analysen ergänzt und vertieft werden. So lassen sich Werkstoffversagen und Bruchmechanismen realitätsnah darstellen. Aus diesen Erkenntnissen lassen sich gezielte Maßnahmen für das Geometrie-Design sowie für die Fertigungsprozesse ableiten – mit dem Ziel, die Bauteilperformance zu optimieren und potenzielle Schwachstellen zu vermeiden.
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