Spezielle Verzahnungstechnologien für anspruchsvolle Antriebslösungen

Wenn Standardverzahnungen an ihre Grenzen stoßen, sind individuelle Lösungen gefragt. SPN entwickelt und fertigt spezielle Verzahnungstechnologien, die hohe Präzision, Steifigkeit und minimale Verdrehspiele miteinander verbinden. Ob für spielfreie Antriebe, komplexe Bewegungsabläufe oder die zuverlässige Drehmomentübertragung – durch die gezielte Anpassung von Verzahnungsgeometrie, Werkstoffen und Fertigungsverfahren entstehen kundenspezifische Lösungen für anspruchsvolle Anwendungen.

Beveloidverzahnungen, Kegelradverzahnungen mit beweglichen Gehäusen und spielfreie Schneckentriebe zeigen, wie SPN bewährte Verzahnungsprinzipien weiterentwickelt und neue technische Möglichkeiten erschließt. Dabei sorgen speziell abgestimmte Fertigungs- und Messverfahren für eine hohe und reproduzierbare Qualität.

Beveloidverzahnugnen

Die Beveloidverzahnung ist eine konische Stirnradverzahnung und eignet sich besonders zum Einstellen eines minimalen Flankenspiels bei gleichzeitig sehr hoher Steifigkeit. Das Rad und das Ritzel weisen entgegengesetzte Winkel auf. Durch die axiale Verstellung des Ritzels wird das Verdrehspiel eingestellt. Bei dieser Bauform mit paralleler Achslage bleibt der Zahnkontakt linienförmig, was einer hohen Haltbarkeit und Steifigkeit zugutekommt.

 

 

Kegelradverzahnung mit beweglichen Gehäusen

Kegelradverzahnungen eignen sich besonders für die Umlenkung eines Drehmoments. Meist wird eine Kegelradverzahnung mit einem Achswinkel von 90° ausgelegt. Dabei drehen sich beide Wellen in einem gemeinsamen Gehäuse. SPN hat diese Verzahnungsart mit ungeraden Achswinkeln angepasst, Rad und Ritzel sind jeweils in eigenständige, gegeneinander verdrehbare Gehäuse abgelagert. Bei dieser besonderen Bauform überträgt der Kegeltriebsatz kein Drehmoment auf eine separate Welle, sondern dreht das Gehäuse selbst um die Verzahnung des Gegenrades. Die verdrehbaren Gehäuse realisieren in Verbindung mit den ungeraden Achswinkeln eine Bewegung, die an die Rotation des Unterarms und die Beugung des Handgelenkes erinnert. So wie der Unterarm und das Handgelenk die Hand im Raum positioniert, kann mit dieser speziellen Getriebeart die komplexe Bewegung der Hand nachempfunden werden.

Spielfreier Schneckentrieb

Die geometrische Bauform eines Schneckentriebs bietet die Vorteile eines gekreuzten Achswinkels. Zudem eignet sich das große Schneckenrad für eine Hohlwelle oder das Durchführen weiterer Getriebestufen. Bei einem klassischem Schneckentrieb erhöht sich das Verdrehspiel durch das anfängliche Einlaufen des Schneckenrades mit der Schneckenwelle. Der Einlauf des Schneckenrades ist gewünscht und erhöht die Tragfähigkeit des Antriebs. Für einen spielfreien Antrieb ist diese Eigenschaft ungeeignet und teilweise werden Schneckentriebe nach dem Einlauf der Verzahnung nachgestellt. SPN ist es gelungen einen Schneckentriebsatz in der Verzahnungsgeometrie und in der Werkstoffauswahl so anzupassen, dass der Einlauf einer klassischen Verzahnung nicht mehr stattfindet. Die Bauteile sind zudem so gestaltet, dass ein Verdrehspiel von kleiner 1 arcmin eingestellt werden kann. Mit dieser Weiterentwicklung können die geometrischen Vorteile einer Schneckenverzahnung mit der Spielfreiheit und Steifigkeit kombiniert werden.

 

 

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